Medikamentengabe

Man muss Ratten leider sehr häufig Medikamente geben. Dies ist meist nicht so einfach wie es sich anhört, da es wenige Medikamente gibt, die nach Mais oder Melone schmecken.

 

Deswegen sollte man Ratten frühzeitig an z.B. Multivitamin-/Malzpaste gewöhnen. Die meisten Ratten nehmen mit diesen Pasten Medikamente wunderbar an.

 

Alternativ kann man Joghurts, Frischkäse o.ä. zur Medikamentengabe wählen. Achtung nicht alle Antibiotika dürfen mit Milchprodukten gegeben werden.

 

Zitat von Focus.de

"Antibiotika der Tetrazyklin-Gruppe und so genannte Gyrasehemmer (gegen Harnwegsinfektionen) verlieren ihre Wirkung in Kombination mit Milch, Käse, Quark und Joghurt.

 

Der Grund:

Die Tetracycline verbinden sich mit dem Kalzium der Milchprodukte. Es bilden sich Klümpchen, die nicht mehr durch die Darmwand in die Blutbahn schlüpfen können. Die Antibiotika bleiben im Darm, werden verdaut und ausgeschieden.

 

Darüber hinaus sind Wechselwirkungen von Milchprodukten mit folgenden Substanzen bekannt:

Mittel zum Knochenaufbau, so genannte Fluoride, bilden mit dem Kalzium der Milch schwer lösliche Salze. Dadurch vermindert sich ihre Resorption. Auch Fluortabletten für die Zähne sollte man deshalb nicht mit Milch hinunterschlucken.

 

Die Kalziumteilchen besetzen in den Zähnen die gleichen Stellen wie Fluor, so dass der Körper nur einen Bruchteil davon aufnehmen kann.

Auch Bisphosphonate, die bei Störungen des Knochenstoffwechsels, z. B. bei Osteoporose helfen, kann der Körper nur noch zum Teil verwerten, wenn man sie mit einem Glas Milch schluckt.

 

VORSICHTSMASSNAHME 

Nehmen Sie Antibiotika, Fluoride und Bisphosphonate mit Wasser ein und essen oder trinken Sie mindestens zwei Stunden davor und danach keine Milchprodukte."

 

 

Je länger man seine Ratten hat, desto genauer kennt man sie und weiß, womit sie Medikamente am besten nehmen. Geeignet ist im Prinzip alles mit cremiger Konsistenz.

 

Grundsätzlich abzuraten ist vom direkten spritzen des Medikaments in den Mund des Tiers.

Dabei kann sich das Tier verschlucken und schlimmsten Falls ersticken. Weiterhin finden die meisten Tiere es alles andere als schön jeden Tag (mehrfach) aus dem Käfig genommen, festgehalten zu werden und etwas mit ekligem Geschmack in den Mund gespritzt zu bekommen. Dies kann ein bestehendes Vertrauensverhältnis zerstören.

 

Diese Methode sollte nur im absoluten Notfall angewandt werden.