OP-Vorsorge/Nachsorge

Vorsorge

Eine OP sollte immer gut überlegt sein, denn eine Vollnarkose ist immer ein Risiko. Man sollte alles gut mit dem Tierarzt absprechen, wenn man sich nicht sicher ist, oder dem Tierarzt nicht zu 100% vertraut, sollte man lieber noch einen anderen Tierarzt aufsuchen, um sich abzusichern.

 

Gerade in diesem Fall gilt: Es gibt keine dummen Fragen!

Am sichersten ist es, sich aufkommende Fragen zu Hause aufzuschreiben und diese dann beim Tierarzt "abzuarbeiten".

So normal eine OP für einen Tierarzt ist, so aufregend und beängstigend ist sie für die meisten Tierhalter. Kann sich ein Tierarzt nicht in diese Gefühle hineinversetzen, sollte man überdenken, ob man sein Tier bei ihm operieren lässt.

 

 

Wichtig ist, dass die betreffende Ratte bis kurz vor der OP etwas zu fressen hat. Sie dürfen nicht wie z.B. Hunde oder Katzen vor der OP fasten. In ihrer Transportbox oder in dem "OP-Käfig" sollten sowohl Trockenfutter, als auch Wasser zur Verfügung stehen. Ist es nicht möglich eine Nippeltränke zu befestigen, sollte eine Gurke hineingelegt werden. Auf keinen Fall darf ein Wassernapf in Box oder Käfig stehen!

Nach einer OP mit Vollnarkose ist eine Ratte so "bedröppelt", dass sie in den Wassernapf fallen und mit dem Kopf darin liegen bleiben könnte. Das könnte im schlimmsten Fall zum ertrinken führen.

 

Ich persönlich finde es am besten, wenn man die Ratte in einem eigenen Käfig beim Tierarzt vorbeibringt.

Er sollte relativ klein sein (keine 80x50cm) und nach Möglichkeit keine Seitengitter haben, damit die Tiere nach der OP nicht klettern und sich so Nähte aufreißen können.

Am besten eignen sich hier sogenannte "Hamsterknäste". Also Plastik"boxen", die keine artgerechte Tierhaltung ermöglichen. Man findet sie günstig in Kleinanzeigen oder bei Auktionshäusern.

Der Käfig sollte mit Zeitungen und Haushaltstüchern ausgelegt sein. Handtücher oder Decken sollten nur dann in den Käfig gelegt werden, wenn diese nicht wertvoll sind, denn nach einer OP kann es immer zu Blutungen kommen.

Zusätzlich kann ein kleines Häuschen in den Käfig gestellt werden.

 

Im Winter sollte ein Wärmekissen, im Sommer ein Kühlakku an/auf den Käfig gelegt werden.

Nachsorge

In der Regel bringt man seine Tiere morgens/vormittags zur OP und kann sie nachmittags/abends wieder abholen.

In jedem Fall muss das Tier wieder vollkommen wach sein, bevor man es mitnimmt! Ist es nicht vollkommen wach (=bewegt sich sicher, frisst, ist neugierig), sollte man den Tierarzt darauf ansprechen und das Tier weiterhin zur Beobachtung in der Praxis/Klinik lassen, so schwer es einem auch fällt. Aber zu Hause kann man dem Tier im Notfall nicht helfen.

 

Nach der OP sollte das Tier nicht auf einem eventuell mitgegebenen Wärmekissen liegen, dies kann zur Überhitzung führen. Vorsichtshalber sollte man den Tierarzt/-helfer im voraus darauf ansprechen.

 

Wichtig ist, dass der Tierarzt einem nach der OP Schmerzmittel mitgibt. Eine aufgeschnittene und vernähte Hautstelle ist immer schmerzhaft, selbst wenn die Tiere dies nicht zeigen!

Es ist möglich, dass der Tierarzt dem Tier nach der OP ein Antibiotikum spritzt, was eine Depotwirkung hat und so ohne weitere Gaben einer Entzündung/weiteren Erkrankung vorbeugt.

Tut er das nicht, sollte man eine Antibiotikagabe mit ihm absprechen.