Ratten/Mäuse für Kinder?

Hier muss man ganz klar zwischen Farbratten und Farbmäusen differenzieren.

 

Farbmäuse sind keinesfalls für Kinder geeignet. Sie sind nachtaktiv, sollten nicht aus ihrem Gehege genommen oder gestört werden. Beim säubern des Geheges muss man Vorsicht walten lassen und muss man doch einmal mit den kleinen Mäusen hantieren, muss man viel Feinmotorik an den Tag legen.
Das können Kinder nicht leisten.

Farbmäuse sollten frühesten von Jugendlichen ab 14 oder 15 Jahren gehalten werden. Aber auch dann sollte die Unterstützung durch die Eltern gegeben sein. In diesem Alter ändern sich die Interessen von Jugendlichen recht schnell und für diesen Fall sollte vorgesorgt sein, damit die Mäuse nicht im Tierheim landen oder gar ausgesetzt werden.

 

Farbratten sind deutlich größer als Farbmäuse, aber auch nicht für Kinder jeden Alters geeignet.

Da man nach Alter differenzieren muss, habe ich im folgenden aufgeschrieben, in welchem Alter ein Kind was mit Ratten tun darf.

 

0-3 Jahre

In diesem Alter gilt: Angucken ja, anfassen nein. So kleine Kinder können ihre Kraft noch nicht richtig einschätzen und haben noch kaum Feinmotorik ausgebildet.

Dies kann für die Ratten im schlimmsten Fall tödlich enden.

 

3-6 Jahre

Unter Aufsicht der Eltern(!) dürfen Kinder in diesem Alter Ratten bereits vorsichtig streicheln und auch mal beim Futter und Wasser auswechseln helfen.

 

6-10 Jahre

Ab diesem Alter kann man den Kindern erlauben, zusätzlich beim säubern des Käfigs mitzuhelfen. Man sollte sie aber trotz allem weiterhin gut im Auge behalten, um notfalls eingreifen zu können.

 

10-14 Jahre

In diesem Alter sollten die Kinder so viel Feinmotorik und Verantwortungsbewusstsein ausgebildet haben, dass sie ohne weiteres mit den Tieren hantieren und sie versorgen können. Trotzdem sollten sie immer von einem Elternteil beobachtet und unterstüzt werden.


über 14 Jahre

Einem Teenager in diesem Alter kann man, wenn er verantwortungsbewusst ist, (fast) die komplette Verantwortung für die Ratten übertragen.

Fast, weil man als Elternteil immer noch für Tierarztbesuche parat stehen muss.

Außerdem ändern sich die Interessen von Jugendlichen meist wahnsinnig schnell und auch für diesen Fall sollte vorgesorgt sein, damit die Ratten nicht im Tierheim landen oder gar ausgesetzt werden.