Ratten oder Mäuse?

Ratten sind große Mäuse.

Diesen Satz hört und liest man immer wieder. Doch Ratten und Mäuse sind vollkommen unterschiedliche Tiere, die sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche haben. 

Welche Tiere man sich am Ende hält, muss man selbst entscheiden. Im folgenden habe ich einige Punkte aufgelistet, die Ratten und Mäuse charakterisieren um euch bei der Entscheidung vielleicht zu helfen.

 

Ratten

- Ratten sind etwas wesentlich handfesteres als Mäuse. Rattenweibchen wiegen idR bis 200-400g, Rattenböcke 300-700g. Man hat also (gerade bei Böcken) ordentlich was in der Hand.

- Ratten sind neugierig und gelehrig, suchen oftmals den Kontakt zum Menschen.

- Man kann mit ihnen arbeiten (Agility, Tricks, Intelligenzspiele,...) und viele von ihnen knuddeln.

- Ratten brauchen täglich wenigstens 2 Stunden Auslauf in einem gesicherten Bereich, der 2m² oder größer ist.

 

Mäuse 

- Mäuse sind wahrlich winzig. Sie wiegen zwischen 20 und 60g (selten mehr).

- Es sind keine Kuschel-, sondern Beobachtungstiere. Es gibt zwar immer wieder Mäuse, die gerne beim Menschen sind und sich mit ihm beschäftigen, dies ist aber eher die Ausnahme.

- Mäuse benötigen keinen Auslauf, deshalb aber einen umso größeren Käfig.

- Weiterhin brauchen Mäuse einen möglichst tief (wenigstens 10cm) eingestreuten Bereich in ihrem Käfig, in dem sie Gänge buddeln können.

- Mäuse sind, auf Grund ihrer Größe, bei Erkrankungen wesentlich schwerer zu behandeln als Ratten. Schon die Diagnostik ist um einiges schwieriger.

 

Ratten & Mäuse

- Beide Tierarten sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie werden in der Regel zwischen 18 und 24Uhr aktiv.

- Beide Tierarten haben einen Eigengeruch (Mäuse deutlicher als Ratten), mit dem man sich arrangieren muss.

- Beide Tierarten erkranken leider häufig. Vor allem Tumore sind nicht selten. Die Behandlungen dieser Erkrankungen sind meist sehr teuer.

- Beide Tiere haben eine recht geringe Lebenserwartung (Ratten max. 3 Jahre, Mäuse max. 2 Jahre) und sterben oftmals noch früher an Erkrankungen