Transport

Bei Ratten und Mäusen muss man bei einem Transport vieles beachten, damit die Tiere nicht erkranken oder übermäßig gestresst werden.

Ratten/Mäuse sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die einen ausgesprochen gut ausgeprägten Hör- und Geruchssinn, sowie empfindliche Augen haben.

Ein Transport sollte also immer geschützt erfolgen.

Die Transportbox sollte grundsätzlich abgedeckt werden. Auch im Sommer. Im Sommer reicht eine leichte Decke oder ein Handtuch, im Winter sollte sie möglichst dick mit Fleecedecken o.ä. verpackt werden, damit die kalte Luft den Tieren nicht schadet.

 

Ein Transport sollte immer so kurz wie möglich gehalten werden. Das heißt, dass man nur von A nach B und zurück fahren/gehen sollte und nicht noch zum einkaufen oder andere Umwege fahren/gehen.

Jede Minute, die die revierbildenden Tiere außerhalb ihres Reviers verbringen bedeutet Streß für die Ratten/Mäuse.

 

Grundsätzlich sollten Ratten und Mäuse in Transportboxen aus Plastik mit Lüftungsschlitzen transportiert werden. Pappkartons eignen sich in keinem Fall zum Transport von Nagetieren!

Beispiele für geeignete Transportboxen findet ihr für Mäuse hier *klick mich* und für Ratten hier *klick mich*

 

Egal ob bei einem Transport zu Fuß, mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln sollte immer dafür gesorgt werden, dass die Tiere so wenig äußerliche Reize wahrnehmen können wie möglich. Im Sommer reicht ein Handtuch, welches über die Transportbox gelegt wird.

Es sollte im Auto darauf geachtet werden, dass die Lüftung/Klimaanlage nicht direkt auf die Transportbox gerichtet ist, damit es nicht zu Unterkühlung oder Atemwegserkrankungen kommt.

 

Transporte sollten im Sommer in die Morgen- oder Abendstunden gelegt werden, damit es nicht zu einer Überhitzung kommt. Ist es sehr heiß, kann man eine eine Klimaanlage in die Transportbox stellen oder von außen/unten mit einem Kühlakku der Hitze entgegen wirken.

Trotz aller Hitze sollte vermieden werden, dass die Tiere Zug abbekommen.

 

Dies ist im Winter natürlich umso wichtiger. Im Winter sollte eine Transportbox mit einer Decke umwickelt werden.

In die Transportbox sollte im Winter möglichst viel Nistmaterial. Bei Mäusen sollte Streu aus dem Revier mitgenommen werden und Küchenpapier hinzugegeben werden.

Bei Ratten kann eine Transportbox im Winter mit Handtüchern ausgelegt werden.

 

Um die Tiere vor einer Unterkühlung zu schützen, kann man eine Wärmflasche außen an oder ein Snuggle Safe in die Box legen.

 

 

In eine Transportbox gehören weiterhin Trockenfutter und ein Stück Gurke, um die Wasserversorgung zu gewährleisten. Ratten und Mäuse haben sehr kleine Mägen und einen schnellen Stoffwechsel. Deshalb müssen sie immer Trockenfutter zur Verfügung stehen haben.

Welche Transportbox?

Im Handel gibt es viele gute Transportboxen für Kleintiere zu kaufen. Diese gibt es in fast allen Größen, Formen und Farben.

Bei der Wahl der richtigen Transportbox muss man auf verschiedene Dinge achten:

  1. Die Anzahl der Tiere
  2. Verschlussmechanismen
  3. Lüftungsschlitze
  4. Tragemöglichkeiten/Griffe

 

Die Größe der Transportbox sollte sich nach der Anzahl der Ratten/Mäuse richten. Sie sollten bequem hineinpassen und sich nicht quetschen müssen. Eher sollte theoretisch noch eine Ratte/Maus Platz finden.

 

Die Verschlussmechanismen einer Transportbox sollten am Besten vor dem Kauf gründlich ausprobiert werden. Sie sollten schnell und sicher schließen und auch dann noch halten, wenn man die Transportbox an einem Punkt (Tragegriff) hochhebt.

 

Lüftungsschlitze müssen in jeder Transportbox vorhanden sein. Sie müssen klein genug sein, damit die Ratten/Mäuse nicht hinauskommen. Sie sollten vor allem an den Innenseiten glatt sein und keine scharfen Kanten aufweisen, damit sich die Tiere nicht verletzen.

 

Bei Ratten muss der Griff stabil genug verankert sein, damit man die Transportbox sicher hochheben kann, wenn sich in ihr mehrere Ratten (durchaus einige Kilo), Decken und Futter befinden. Hier helfen Erfahrungsberichte in Internetshops meist sehr gut weiter.

Vorgehen bei langen Transporten

Auf langen Transporten (die nur dann unternommen werden sollten, wenn es wirklich nötig ist!) muss noch um einiges mehr beachtet werden, als auf "normalen" Transporten.

Zusätzlich zu den oben bereits genannten Punkten muss dafür gesorgt werden, dass die Tiere genügend Futter und Wasser zur Verfügung stehen haben.

 

An einigen Transportboxen kann man kleine Nippeltränken (50ml) außen anbringen. Bei vielen ist das allerdings nicht möglich. In diesen Fällen sollte ein Stück Gurke mit Schale in die Box hineinlegen. Diese reicht aus um für einige Zeit die Wasserversorgung zu gewährleisten.

 

Auf Transporten, die mehrere Stunden dauern sollte regelmäßig gerastet werden und den Tieren Wasser aus einem Napf angeboten werden.